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Antrag zum Artenschutz in Wülfrath

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Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,

das Artensterben hat mittlerweile dramatische Auswirkungen. Täglich sterben über 100 Pflanzen- und Tierarten unwiederbringlich aus. Ohne eine intakte Natur gefährden wir unsere Lebensgrundlage. Die kleinen Parks in Wülfrath, unsere Grünzüge und Bäume prägen unsere Stadt und erzeugen ein schönes Wohnumfeld. Dies gilt es zu erhalten und noch artenreicher zu gestalten. Das nützt der Umwelt, freut die Bürger*Innen und bedeutet bei richtiger Anlage und Pflege keinen Mehraufwand. Artenreiche Grünflächen und die Förderung der biologischen Vielfalt sind so ein wichtiger Beitrag, um die Lebensqualität in Wülfrath zu steigern.

Das Grünflächenkartaster ist erstellt, und vier Pflegeklassen sind dazu eingefürhrt worden. Deshalb schlagen wir vor, von Anfang an eine naturnahe und auf die Artenvielfalt zugeschnittene Pflege der Flächen zu implementieren. Gerade die Flächen, die aus Zeitgründen nicht so intensiv gepflegt werden können, können durch zweimaliges Mähen pro Jahr zu festen Zeiten eine der artenreichsten Flächen werden. Generell gilt, häufiges Mähen schädigt die Artenvielfalt, und Tothölzer und Sträucher sorgen für Rückzugsmöglichkeiten für Insekten und Kleintiere. Um ein gemeinsames Verständnis im Ausschuss und Verwaltung für die Grünflächen zu erlangen, beantragen wir für die AUO Sitzung im Juli als Experten Privatdozent Dr. Hans-Christoph Vahle (Leiter der Akademie für angewandte Vagetationskunde) einzuladen.

Dr Ophelia Nick, Ratsmitglied, Dr. Tina Guenther, Sachkundige Bürgerin

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