Wülfrath muss handlungsfähig bleiben!

Wülfrath 10.06.2018. Den von der Stadtverwaltung eingeschlagenen Weg, im Rahmen des notwendigen Haushaltssicherungskonzeptes einen Strategieentwicklungsprozess aufzusetzen, begrüßen die Wülfrather GRÜNEN. Dabei geht es nicht weniger als um die Frage. Wie wird Wülfrath langfristig als lebenswerte Stadt erhalten?

Die Überschriften wurden mit breiter Mehrheit im Haupt- und Finanzausschuss gesetzt. Jetzt müssen die Kapitel detailliert ausformuliert werden, bei denen die Fraktionen Farbe bekennen und die Bürgermeisterin eine aktive Rolle einnehmen muss.

Die GRÜNEN stehen zum Wirtschaftsstandort Wülfrath mit attraktiven Arbeitsplätzen. Die aktuelle Lage bei der Gewerbesteuer zeigt jedoch, dass wir uns breiter aufstellen und mehr zukunftsorientierte Dienstleister ansprechen müssen. Wirtschaftlich sind wir von wenigen Faktoren zu stark abhängig, ohne sie selber beeinflussen zu können. Der Spagat zwischen Flächenknappheit, Flächenschonung für Natur und Lebensqualität und Stärkung der Wirtschaft ist herausfordernd.

Richtigerweise hebt die Verwaltung die Bedeutung der Einkommenssteuer hervor, von dem die Stadt einen Anteil erhält. Gerade hierfür muss Wülfrath attraktiv bleiben – eine Stadt, in der wir gerne leben, mit guten Bildungsstandorten, mit Naherholung und Infrastruktur wir Einkaufen und ÖPNV, die im Wettbewerb mit anderen Städten gut besteht. Wir Grüne wehren uns nicht gegen weitere Wohnbebauung in Wülfrath. Sie steht nicht im Widerspruch, den natürlichen Lebensraum zu erhalten und die weitere Flächenversiegelung zu minimieren, wenn Lücken entlang der Straßen und innerhalb des Siedlungsgebiets geschlossen werden.

Dazu Stephan Mrstik, Fraktionsvorsitzender der Grünen:

„Das alles muss langfristig finanziert werden. Die bisherigen Vorschläge sind nicht ausreichend oder zu unkonkret. Die Fraktionen wollen die Leistungen der Stadt erhalten, manche fordert sogar noch mehr, machen aber keine Angaben, wo das Geld herkommen soll.

In 2 Jahren sind Kommunalwahlen. Da scheinen einige bereits im Wahlkampf-Modus unterwegs zu sein. Genau das können wir uns in dieser Situation überhaupt nicht leisten. Wir brauchen jetzt ein zukunftssicher finanziertes Konzept.

Am Kurs einer sparsamen Verwaltung führt kein Weg vorbei, die das Potenzial der interkommunalen Zusammenarbeit ausschöpft. Dazu gehört die Überprüfung und Optimierung der Verwaltungsprozesse, die Anpassung an neue Situationen und Mitarbeiter weiter zu qualifizieren.

Wir fordern die Verwaltung und alle Parteien auf, mit Verantwortung und vereinten Kräften Wülfrath weiterzuentwickeln. Wir haben ein wunderbares Städtchen. Der Einsatz lohnt sich.“

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