Die Wülfrather Grünen waren stark vertreten
Am Samstag, den 3. Oktober 2026, gingen in Wülfrath rund 150 Menschen auf die Straße. Anlass waren die Wahlerfolge der AfD bei mehreren Landtagswahlen. Zur „Demonstration gegen Rechts“ aufgerufen hatte das Wülfrather Bündnis gegen Rechts. Auch wir Grüne unterstützen dieses Bündnis.
Ein breites Bündnis bei bestem Herbstwetter
Bei schönstem Frühherbstwetter kamen ganz unterschiedliche Gruppen zusammen. Dabei waren Mitglieder von Grünen und SPD, die Omas gegen Rechts und die Pfadfinder. Vor allem aber kamen viele Wülfratherinnen und Wülfrather. Die grüne Ratsfraktion und der Vorstand des Ortsverbands waren fast vollständig vertreten.
Ein starker Impuls zum Auftakt
Die Veranstaltung begann vor der Sparkasse. Vorstandssprecherin Alice Bruchhaus-Peter setzte dort einen besonderen Akzent. Sie sprach über das „Wesen der Demokratie“.
„Wir dürfen mitreden, widersprechen, mitgestalten. Wir haben die gleiche Würde – auch wenn wir unterschiedlich leben, denken und glauben.“
Sie erinnerte an unsere Geschichte. Sie zeigt, wohin es führen kann, wenn Menschen zu Feinden erklärt werden und ihnen Rechte genommen werden. Daraus folge der Auftrag, Menschenwürde zu schützen und Freiheit zu verteidigen.
Besonders berührte ein Gedanke zu Kindern: Kein Kind entscheidet, in welche Familie es geboren wird.
„Wir entscheiden, welche Möglichkeiten es bekommt.“ Kinder brauchen Menschen, die ihnen zuhören. Sie sollen selbstständig denken und eine Welt mitgestalten, in der Unterschiede keinen Anlass für Ausgrenzung geben.
Sie machte auch klar: Demokratie verlangt, Andersdenkenden zuzuhören. Wir müssen nicht einer Meinung sein, um respektvoll miteinander umzugehen. Wenn Menschen aber bedroht, entwürdigt oder angegriffen werden, beziehen wir Position. Denn:
„Menschen müssen ohne Angst verschieden sein können.“
Ihr Fazit: Demokratie ist Vielfalt, Freiheit, Kompromiss und Arbeit. Sie ist die einzige Konstruktion, die für uns alle Raum schafft.
Ein bunter und lauter Protestzug
Auch die weiteren Redebeiträge warnten vor der Gefahr durch rechtsextreme Parteien und vor dem Erstarken der AfD. Danach zog ein bunter und lauter Protestzug durch die Wülfrather Innenstadt. Immer wieder forderten die Teilnehmenden ein sofortiges Prüfverfahren zum AfD-Verbot.
Jetzt ist der Moment, sich zu engagieren
Eine Demo ist ein starkes Zeichen. Aber Demokratie braucht mehr als einen Samstagnachmittag. Sie braucht Menschen, die dauerhaft dabei sind. Gerade jetzt.
Dafür gibt es viele Wege:
- Du kannst bei uns mitarbeiten und deine Ideen für Wülfrath einbringen.
- Du kannst Mitglied werden und uns mit deiner Stimme stärken.
- Auch eine passive Mitgliedschaft hilft. Du musst nicht jede Woche Zeit haben. Jedes Mitglied zeigt: Wir sind viele, und wir stehen zur Demokratie.
Jede und jeder zählt. Wer Haltung zeigt, macht anderen Mut.
Komm zu uns, ob aktiv oder passiv. Mehr Informationen findest du auf unserer Homepage.
Unser Fazit
Es war eine gelungene Veranstaltung. Etwas mehr Wülfratherinnen und Wülfrather hätten wir uns dennoch gewünscht. Denn Demokratie lebt davon, dass wir sie gemeinsam verteidigen.
Wir leben Wülfrath. Dazu gehört ein Miteinander ohne Angst und Ausgrenzung. Und dazu gehörst auch du.
