Am Samstag, dem 11. Juli 2026, fand im Café Meiners am Heumarkt der 2. „Grüne Treff“ statt. Eingeladen waren alle Mitglieder sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger. Das Thema: der Klimawandel und der Umgang mit den immer häufigeren Hitzeperioden. Die Leitfrage lautete: Wie wird Wülfrath hitzeresilient?
„Unsere Erwartungen im Blick auf die Anzahl der Teilnehmenden, als auch ihre Ideen und Anmerkungen übertrafen dabei bei weitem unsere Erwartungen“, so Alice Bruchhaus-Peter, Organisatorin des Treffs und Vorstandssprecherin.
Refill-Stationen für heiße Tage
Zwei Mitglieder der Seniorenvertretung berichteten von der Refill-Aktion. Die Idee ist einfach: Wer eine leere Trinkflasche dabei hat, kann sie in teilnehmenden Geschäften kostenlos wieder auffüllen. An heißen Tagen ist das ein echter Gewinn. Gerade für die Stadtteile ohne Geschäfte wird nun nach weiteren Refill-Stationen gesucht.
Kühle Orte schaffen
Auch über Kühl-Oasen wurde diskutiert. Gemeint sind öffentlich zugängliche Räume, die per Klimaanlage angenehm heruntergekühlt sind. Oder Plätze mit Sprühnebel, die Menschen und auch Heimtieren Erfrischung bringen. Dazu kommt mehr Grün: Schattenplätze durch Bäume, Begrünung und die Entsiegelung von Flächen. Das steht weiterhin ganz oben auf der grünen Agenda.
Hitze und Starkregen zusammen denken
Die Runde nahm auch die Kehrseite in den Blick. Auf lange Trockenheit folgt oft Starkregen. Dann muss das Wasser vor Ort versickern können. Ein Ansatz: Parkplätze umgestalten und Flächen entsiegeln.
„Beeindruckt hat mich, wie konkret und praxisnah die Vorschläge waren„, so Michael Neumann, Vorstandssprecher des Ortsverbands. „So wurde zum Beispiel ein Stadtspaziergang mit fachlicher Expertise der Verwaltung vorgeschlagen, auf dem ermittelt wird, wo (wieder) schattenspendende Bäume gepflanzt werden können – und sei es in großen Betonkübeln.“
Der Bund muss liefern
Nach gut zweieinhalb Stunden war allen klar: Es muss schnell und umfassend gehandelt werden. Vieles kann Wülfrath aber nicht allein stemmen. Die Mittel des Klima- und Transformationsfonds (KTF) müssen daher zügig vom Bund an die Länder und Kommunen weitergereicht werden.
„Die Nennung der vielen weiteren guten Vorschläge, die auf diesem Treff gemacht wurden, sprengt sicherlich den Rahmen an dieser Stelle. Wichtig ist nun, diese Anregungen zügig in die Umsetzung zu bringen, wobei uns bewusst ist, dass Hitzeschutzplanung und Klimaanpassungsmaßnahmen Langzeitaufgaben bleiben werden„, so Jochen Gödde, Pressesprecher des Ortsverbandes.
Ein Dank ging zum Schluss an die Gastgeber.
„Zuletzt möchten wir uns noch bei dem Café Meiners für die sehr freundliche Bewirtung bedanken, was den Treff für alle positiv abgerundet hat“, so Alice Bruchhaus-Peter.
Wir bleiben dran. Wir leben Wülfrath
