Leerstand in der City: „Die Entwicklung macht uns Sorgen“

Workshop, Arbeitskreis – die Politik regt eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit dem Zustand der Fußgängerzone an. 

Autor: Thomas Reuter. Erschienen bei taeglich.me


Auch auf dem Ware-Platz nimmt der Leerstand zu. Foto: TME

Wülfrath. Ein Workshop soll sich mit dem Zustand der Fußgängerzone und des Einzelhandels befassen. Das haben Politiker verschiedener Fraktionen im Rat der Stadt angeregt. „Die Entwicklung ist bedenklich. Sie macht uns Sorgen“, stellt auch Bürgermeisterin Dr. Claudia Panke fest.

Anlass war eine Frage von Frank Berg (CDU). Der berichtete, dass ihn zunehmend Eigentümer von Immobilien ansprechen würden. Sie würden sich wünschen, dass die Nutzungsvorgaben für Häuser in der Fußgängerzone nicht zu eng gefasst würden. „Zwischen Heumarkt und Schwanenstraße gibt es elf Leerstände. Nicht für alle gibt es Nachnutzer aus dem Bereich des Einzelhandels. Vielleicht könnten aus Büros oder Praxen erlaubt werden“, gab Berg den Tenor der an ihn gerichteten Hinweise weiter.

Technischer Dezernent Martin Barnat machte in seiner letzten Sitzung in Wülfrath klar, dass die Nutzungsmöglichkeiten durch Bebauungsplan und die Ziele zur Stärkung des Handels in der Innenstadt eingeschränkt seien, „wobei wir schon flexibel reagieren“. Oberstes Ziel müsse immer sein, neuen Einzelhandel anzusiedeln. „Einzelhandel ist besser als Dienstleistung. Aber Dienstleistung ist auch besser als Leerstand.“

Thomas May (Grüne) mahnte, dass grundsätzlich über die Situation und nötige Maßnahmen diskutiert werden müsse und forderte als erster einen Arbeitskreis, „um die Innenstadt neu zu denken“. Die Entwicklung, merkte Axel C. Welp (SPD) an, sei in der Innenstadt eine andere als man sie sich wünschen würde. „Wir müssen uns da neu sortieren“, sagte er und kann sich ebenso einen Workshop vorstellen. Für ihn stehe fest, dass die Zukunft der Innenstadt eine touristische sein müsse.

Einigkeit herrschte darüber, dass dies eine Aufgabe für den neuen Rat sei, der im September gewählt werde. Bis dahin könne der Verwaltung, so die Anregung aus dem Rat, erste Vorbereitung und Datensammlungen vornehmen.

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